Das große Baulexikon
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Sanierung-
Wieder lebenswert machen; gesund machen. Für den Bereich Bauwesen die Wiederherstellung eines für Leib und Leben sicheren Zustandes eines Gebäudes. Ziel sollte es immer sein, die Schadensursachen zu beheben. Nicht zu verwechseln mit Modernisierung.
Schadstoffe-
Vorhandene oder in die Umwelt gebrachte Stoffe mit schädlicher Wirkung auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachgüter.
Schallschutzsteine-
Spezielle schwere Steine aus Kalksandstein oder Ziegel, die keine Lochung oder nur einen geringen Lochanteil haben und durch ihr hohes Gewicht (1500 bis 2000 kg/Kubikmeter ) einen guten Schallschutz gewährleisten.
Schalldämmung-
-->Dämmung.
Schalung-
Form aus Brettern oder Formteilen, in die die Betonmasse eingefüllt wird. Wird nach dem Erhärten des Betons wieder entfernt, bleibt u. U. aber auch sitzen (verlorene Schalung).
Schamotte-
Schamotte ist ein feuerfester Werkstoff (formbeständig bis zu einer Temperatur von 1500 Grad Celsius), mit dem der Feuerraum von Kaminen, Schornsteinen oder Brennkammern ausgekleidet wird.
Scherentreppe-
Bodentreppe aus Metall, deren Holme scherenartig gelagert sind und die zusammengeschoben extrem wenig Platz benötigen.
Schichtstoffplatte-
Extrem strapazierfähige Formplatte, bei der eine sehr widerstandsfähige Kunststoff-Deckschicht unlösbar mit einer hoch verdichteten Spanplatte verpreßt ist. Verwendung als Arbeitsplatte in Küchen oder als Fensterbank.
Schimmel-
Schimmelpilze, heterogen zusammengesetzte Gruppe von Kleinpilzen, die auf organischer Materie siedeln, zum Beispiel auf Brot, Lebensmitteln, Textilwaren, Holz, Farben, Papier, Leder, Leim, Gummi. Einige Pilze sind krankheitserregend. Sporen von Schimmelpilzen können Allergien erzeugen.
Schiefer-
Schiefer als Dachdeckungs-Material: Schieferdeckungen prägen in Deutschland ganze Landstriche und viele Städte. Die lange Lebensdauer, die Wartungsfreundlichkeit und die naturbelassene Schönheit machen Schiefer beliebt. Qualitäts-Schiefer besteht überwiegend aus Glimmer, Quarz und Ton. Er hat von Natur aus keine Risse. Das glatte Material klingt hell beim Anschlagen. Die Glimmerlagen geben auch hohen Umweltbelastungen, wie saurem Regen, keine Chance und machen Schiefereindeckung sehr widerstandsfähig.
Schneefang-Systeme-
Schneefang-Systeme für das Hausdach bestehen aus Aluminiumgittern und Ziegeln mit kompletter Halterung. Sie haben den Zweck, vom Dach stürzende Schneelawinen zu verhindern und reduzieren im Winter die Gefahren für Fußgänger und Verkehr.
Schnurgerüst-
Ist die Baugrube ausgehoben, wird das Haus entsprechend dem amtlichen Lageplan von einer Vermessungsstelle abgesteckt. Die Fluchten des Bauvorhabens markieren »Schnurgerüste«. Der Vermessungsingenieur fertigt danach eine Absteckungsbescheinigung aus, die bei der Rohbau-Abnahme der Baubehörde vorgelegt wird. Dazu ist jeder Bauherr verpflichtet, denn alle Vermessungs- und Katastergesetze der Bundesländer verpflichten den Bauherrn, bei der Errichtung eines Gebäudes oder bei einer sonstigen Grundriß-Veränderung die bauliche Anlage von einer Vermessungsstelle katastermäßig einmessen zu lassen. Mit dem Ergebnis der Einmessung, dem sogenannten Fortführungsriß, können dann die Katasterkarten fortgeführt werden. Das ist wichtig, da die meisten Kreditinstitute vor Auszahlung des Darlehens diese Bescheinigung einer befugten Vermessungsstelle fordern. Diese Bescheinigung heißt Grenzinnehaltungsbescheinigung und besagt auch, dass das Gebäude innerhalb der Grundstücksgrenzen ordnungsgemäß errichtet wurde.
Schornstein-
Durch den Luftauftrieb im Schornstein entsteht im Feuerraum ein Unterdruck, der die notwendige Verbrennungsluft ansaugt. Gleichzeitig werden die Abgase aus der Feuer- stätte ins Freie abgeführt. Die alten Schornsteinquerschnitte waren zum Teil zu groß dimensioniert, außerdem wurden alte Schornsteine durch den Einbau kleinerer Heizkessel generell zu groß. Mit den neuen Heizkesseln wurden auch die Abgastemperaturen niedriger. Zur Sanierung alter Schornsteine werden neue Abgasleitungen aus Kunststoff, Edelstahl und Aluminium oder Glas eingesetzt.
Schornsteinaufsatz-
Schützt den Schornstein vor ungünstigen Wettereinflüssen, sorgt für intensiven, konstanten Auftrieb im Schornstein. Aus Beton oder Metall.
Schornsteinkopf-
Der Teil des Schornsteins, der von außen sichtbar auf dem Dach sitzt und gemeinhin als "Schornstein" bezeichnet wird. Aus besonders widerstandsfähigem, frostbeständigem Material, z. B. Vormauerziegeln, Klinkern oder Kalksand-Vollsteinen. Zum Schornstein gehören aber außer dem Kopf auch innenliegende Lüftungs- und Abgasrohre.
Schweißbahn-
Dachbahn mit besonders dicker Bitumenschicht und Einlagen aus Glasvlies, Glasgewebe oder Polyestervlies. Wird während des Verlegens durch Hitzeeinwirkung verschweißt.
Schwimmender Estrich-
-->Estrich
Schwellenwert-
Grenze, bei der sich eine Reaktion verändert. Beispiel: Gas = Erdgas, Stadtgas ist nicht explosiv. Nur ein Gas-Luftgemisch ist explosiv. Der Schwellenwert ist hier das Verhältnis der Gasmenge zur Luftmenge, bei der durch Zündung eine Explosion eintritt. Unterhalb dieses Schwellenwertes besteht keine Explosionsgefahr.
Bei manchen Erscheinungen gibt es keinen Schwellenwert. Rauchen kann immer Lungenkrebs auslösen. Die Gefahr steigt und fällt mit der Zahl der gerauchten Zigaretten. Eine Zahl, unterhalb der das Rauchen gefahrlos ist, gibt es nicht. Hier besteht also kein Schwellenwert.
Schwingtor-
Garagentor mit Stahlrahmen und unterschiedlichen Füllungen, das durch eine besondere Hebelarmkonstruktion nach außen schwingt und dann unter die Garagendecke geschoben wird.
Sektionaltor-
Garagentor, das aus schmalen Einzelelementen besteht, die durch Gelenke miteinander verbunden sind. Läuft in Führungsschienen senkrecht nach oben und dann unter der Decke entlang. Da kein Schwenkraum benötigt wird, Einbau auch bei beengten Platzverhältnissen möglich. Für Garagen mit Rund- und Segmentbögen oder für kurze Garagen gibt es auch Seiten-Sektionaltore, die seitlich an der Garagenwand entlanglaufen.
Sichtmauerwerk-
Wie Sichtbeton kann auch unverputztes Mauerwerk zur Gestaltung von Flächen eingesetzt werden. Problemlos ist die Verwendung in den Innenräumen. Im Außenbereich müssen die Werkstoffe beständig gegen Frost und frei von Rissen sein. Kalksandstein und Klinker sind geeignet. Eine dünne Putzschlämme und ein anschließender Anstrich lassen die Struktur der Mauer sichtbar, bieten aber einen guten Wetterschutz.
Sicherheitstür-
Tür aus Stahl, mit holzverkleidetem Stahlkern oder mit Spezialverglasung. Einbruch- und, je nach Ausführung, beschußhemmend. Sicherheitsbeschläge verhindern das Aufbrechen der Tür, zusätzlich gibt es noch Riegelschlösser, Türketten oder Kastenschlösser.
Sickergrube-
Die Sickergrube ist ein Bestandteil der Klärgrube, die man mit einplanen muß, wenn der Anschluß an die öffentliche Kanalisation nicht möglich ist. Über die Sickergrube werden Regenwasser und die überlaufende Flüssigkeit aus der Faulgrube abgeleitet. Die Sickergrube muß so tief in das Erdreich reichen, bis sie auf eine wasserdurchlässige Schicht trifft.
Silikone-
Um Beton, Putz oder Klinker gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen, kann ein Anstrich mit geeignet aufbereitetem Silikon erfolgen. Die Atmungsaktivität wird durch einen Silikonanstrich nicht beeinträchtigt.
Skelettbauweise-
Bauweise, bei der die Tragkonstruktion aus Holz-, Stahl- oder Betonstützen und -balken besteht und die Wände durch nichttragende Ausfachungen gebildet werden.
Solaranlagen-
Solaranlagen sind eine sinnvolle und umweltfreundliche Ergänzung zur herkömmlichen Heizanlage. Sie decken bis zu zwei Drittel des Energiebedarfs zur Warmwasserbereitung ab. Der Schnitt durch den Flachkollektor TopSon von Wolf zeigt hochwertige Materialien: Das vier Millimeter starke, entspiegelte Sicherheitsglas gewährt eine Energiedurchlässigkeit von 92 Prozent und schützt den Kollektor vor Verschmutzung. Die hochselektive Schwarznickel-Beschichtung des Absorbers nimmt bis zu 97 Prozent der eindringenden Sonnenenergie auf und senkt die Abstrahlverluste auf 9 Prozent. Ovale Absorber-Rohre aus Kupfer leiten die aufgenommene Wärme an die Solarflüssigkeit weiter. Diese zirkuliert durch den Warmwasserspeicher und erwärmt das Brauchwasser. Fertige Aufziegel- und Indachmontage-Sets integrieren den KoIIektor harmonisch in die Dachfläche. Alle Komponenten der Wolf Solarpalette sind aufeinander abgestimmt, die Montage einer Wolf Solaranlage geht einfach und schnell. Nach ein bis zwei Tagen ist die gesamte Anlage installiert und betriebsbereit.
Solarer Wärmegewinn-
Selbst bei Frost kann man sich im Winter im Badeanzug sonnen. Man kann sich sogar einen Sonnenbrand holen. Auch geringe Sonnenwärme beeinflußt den Wärmeverbrauch eines Hauses. Die neue Wärmeschutzverordnung berücksichtigt diesen solaren Wärmegewinn. Bei einem Niedrigenergie-Haus ist der Wärmebedarf so gering, daß der solare Wärmegewinn deutlich spürbar und meßbar ist.
Solarkollektoren-
Schwarze Absorberflächen zur Montage auf dem Hausdach oder an der Sonne nach ausgerichteten Wänden. Sie absorbieren und wandeln Sonnenstrahlen in Wärme um.
Solarzellen-
Solarkollektoren, die Sonnenlicht unmittelbar in Strom umwandeln. Zur Zeit noch in der Entwicklung und Praxiserprobung.
Sonnenenergie-Nutzung-
Man unterscheidet aktive und passive Nutzung. Die aktive Nutzung erfolgt über Geräte, zum Beispiel Sonnenkollektoren, Solarzellen, Wärmepumpen, Energieabsorber. Die passive Nutzung ist ohne Geräte durch einzelne Bauteile, zum Beispiel besonders Südfenster, gegeben. Seit einigen Jahren werden auch zur Nutzung der Sonnenenergie Gewächshäuser an das Wohnhaus angebaut.
Sonnenschutzgläser-
Fensterglasscheiben mit verringerter Durchlässigkeit der Sonnenstrahlen. Die Absorptionsgläser sind meist grau oder bronzefarben getönt. Die Erwärmung dieser Gläser führt zur Wärmeabgabe an den Raum. Die Reflexionsgläser reflektieren die Sonnenstrahlen durch hauchdünne Edelmetallschichten.
Sockelputz-
Fassaden sind im Sockelbereich neben den üblichen Witterungseinflüssen zusätzlich Spritzwasser ausgesetzt. Für diese verstärkte Feuchtebelastung stehen spezielle Sockelputze zur Verfügung. Sie stellen bei richtiger Auswahl und Verarbeitung einen verlässlichen und dauerhaften Schutz dar. Sockelputze werden als Werktrockenmörtel hergestellt und daher auf der Baustelle nur mit Wasser angerührt. Sie lassen sich von Hand sowie maschinell verarbeiten. Der Richtwert für die Putzdicke, als Grundputz verwendet, liegt bei 10 Millimeter. Je nach individuellen Gegebenheiten kann das variieren, bei Dicken von 15-25 Millimeter muss der Auftrag mehrlagig erfolgen. In der Regel rechnet man mit einer Standzeit von einer Woche je Putzschicht. Wird der Putz über 10 Millimeter dick aufgebracht, benötigt er pro zusätzlichen Millimeter einen Tag länger zum Abbinden.
Spachtelmasse-
Masse, mit der Unebenheiten an Balken oder Wänden ausgeglichen werden, um einen glatten Untergrund für die nachfolgende Oberflächenbehandlung (Anstriche, Fliesen, Tapeten etc.) zu schaffen.
Speicherheizgeräte-
Die meisten Elektroheizanlagen sind aus wirtschaftlichen Gründen als Nachtstromspeicherung konzipiert. Die in Keramikmaterial gespeicherte Wärme wird über angesaugte und wieder abgegebene Luft im Raum verteilt. Geregelt werden solche Geräte per Hand oder mittels Thermostat. Kosteneinsparung entsteht durch billigen Nachtstrom und nicht benötigte Einrichtungen wie Brennstoffraum oder Schornstein, wobei aus ökologischen Gründen langfristig auf elektrische Heizgeräte verzichtet werden sollte.
Spannbeton-
Die Bewehrung in Betonbauteilen, die großen Belastungen standhalten müssen (Brücken, große Deckenflächen), besteht aus Stahldraht und wird vor oder nach dem Vergießen der Schalung mit Beton gespannt (Spannbewehrung).
Sparverblender-
Mit dünnen Riemchen, deren Oberflächen dieselbe Gestaltung und Größe haben wie volle Klinker, kann man Mauerwerk so verblenden, daß derselbe Schutz der Mauer gegen Witterungseinflüsse erzielt wird. Fassaden aus Vormauerwerk und Sparverblender sind in der Ansicht nicht voneinander zu unterscheiden.
Sparren-
Von der Traufe zum First verlaufende Balken oder Träger des Dachstuhls. Die Sparren tragen die Dachhaut (Tondachziegel, Betondachsteine, Schiefer, Wellplatten, Dachplatten und dergleichen).
Steildachdämmung-
-->Dämmung
Steingut-
Feinkeramisches Erzeugnis mit porösen Scherben, wird unter anderem für Fliesen verwendet. Grundsätzlich glasiert.
Steinwolle-
Dieses für Dämmung gut geeignete Material ist in Platten- oder Schalenform wie auch als einfaches Füllmaterial im Handel. Steinwolle besteht aus geschmolzenem und dann zu dünnen Fäden gesponnenem Dolomit oder Kalkstein.
Steinzeug-
Besonders harte keramische Produkte. Als Fliesen glasiert oder unglasiert verwendbar, meist auch im Außenbereich, da frostfest. Sehr strapazierfähig.
Steinzeugrohr-
Für Abwasserleitungen und -kanäle, aus glasiertem Steinzeugton, form-, chemikalien- und abriebbeständig.
Stoßfuge-
Senkrechte Mauerwerksfuge.
Sturz-
Tragende, obere Fenster- oder Türbegrenzung in geschwungener oder gerader Form.
Sturmklammer-
Rostfreie Metall-Klammern zur Sicherung der Dachziegel gegen starke Windsogkräfte und gegen ein Abheben der Ziegel bei Sturm. Sturmklammern müssen bei der Dachdeckung nach genau festgelegter Menge je nach Windzone eingebaut werden. Deutschland ist in 4 Windzonen eingeteilt, nach denen Dachdecker Sturmklammern ins Dach einbauen. (Regelung zur Dacheindeckung)